Das Schulgartenprojekt – Lernen in freier Natur

 

Ziemlich versteckt hinter Mensa und Bibliothek liegt ein kleines Stückchen Schullandschaft der IGS, das den Jugendlichen, die an diesem Projekt teilnehmen, ziemlich viel Mühe, aber auch sehr viel Freude macht: unser Schulgarten.

Anders als im „normalen“ Unterricht gibt’s hier nur ziemlich wenig Theorie, die praktische Arbeit steht deutlich im Vordergrund: Im Gewächshaus und in den Klassenräumen werden die kleinen Setzlinge vorgezogen, die dann anschließend auf den selbst angelegten und umgegrabenen Beeten ausgepflanzt werden. Nutzpflanzen werden hier genauso gepflegt wie die zahlreichen Frühblüher, Stauden, Obstbüsche und der Kräutergarten. Immer gibt es etwas zu tun: Rasen mähen, Laub harken, Unkraut jäten, Erdbeeren und Himbeeren essen, Pflanzen hochbinden, gießen, den Kompost anlegen und tausend Kleinigkeiten, die in jedem Garten anfallen.

Das Besondere: Hier entscheiden die Schülerinnen und Schüler weitgehend selbst, was sie tun möchten. So entstand auch im letzten Jahr aus der Idee zweier Schüler heraus das Beet mit dem IGS-Schriftzug aus über 100 Stiefmütterchen.

Natürlich sind nicht alle Arbeiten gleichermaßen beliebt, aber im Vordergrund steht zumeist der Wunsch nach einem schönen Garten, und so ist natürlich auch Verantwortungsbewusstsein gefragt. Selbst in den Ferien kann man den Garten nicht einfach sich selbst überlassen. Bisher haben sich allerdings immer Freiwillige gefunden, die die Betreuung übernommen haben.

Noch im Aufbau befindet sich unser großer Teich, aber dort haben sich bereits die ersten Frösche und Molche angesiedelt. So tragen wir mit dem Schulgarten auch dazu bei, einen Lebensraum für gefährdete heimische Amphibien zu schaffen.

Im Winter liegt zwar der Garten brach, aber trotzdem suchen wir immer nach sinnvollen Beschäftigungen, z.B. Futterglocken für Vögel gießen oder auch Papier aus Altpapier schöpfen. Am liebsten aber sind wir natürlich draußen in der freien Natur!