Junge Schreibende treffen erfahrene Schreibende

von Jörn Boeger und Jonathan Gropp

Wie es ist, jemand Erfahrenen, Berühmten in seinen Reihen zu haben, bekamen die jungen Schreibenden des Literarischen Cafés unserer Gebrüder-Humboldt-Schule zu spüren.

  Dr. Angelika Mähl, promovierte Historikerin, Autorin verschiedener Geschichten, Erzählungen und eines Romanes und glücklicherweise eine Freundin der Projektleiterin Frau Schipull, besuchte uns am Montag, dem 20.02. Als sie den Raum betrat, waren wir bereits sehr aufgeregt. Um uns vorzubereiten, hatten einige von uns bereits ihren Roman oder eine ihrer Geschichten gelesen. Während Frau Dr. Mähl vorgestellt wurde, kehrte dann aber Ruhe ein, sodass wir der folgenden Vorstellungsrunde gut folgen konnten. Überrascht stellten wir fest, dass diese Autorin uns gar nicht unähnlich ist. Die von ihr beschriebenen Vorgänge während des Schreibens kannten wir alle, und die meisten schrieben wie sie auch bereits, seit sie denken konnten. 

  Nach der einleitenden Vorstellungsrunde wurden wir dann von Frau Schipull und Herrn Frank zu einem Frage-und-Antwort-Spiel animiert. Tatsächlich konnten einzelne noch weitere Übereinstimmungen feststellen, wie beispielsweise den Computer als bevorzugtes Schreibinstrument. Frau Dr. Mähl ertrug unsere Fragen mit bewundernswerter Geduld, was vielleicht daran liegt, dass sie einmal Lehrerin war.

  Schließlich gab Frau Dr. Mähl uns einen ihrer Texte zu lesen und begann ihn auch sogleich vorzutragen. Ein wunderbarer Text, den wir alle nachvollziehen konnten, ging es doch um die Frustration und Resignation einer verkannten Autorin, ein Thema, mit dem wir uns identifizieren konnten. Dann machten wir ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie wir Frau Dr. Mähl unser Werk überreichen, einen Gedichtband. Dieses spontane Unterfangen erforderte einigen Aufwand.

       

Stolz überreicht  Herr Frank Frau Dr. Mähl das nächste Werk für Stockholm.

   Letztlich lässt sich sagen, dass dieser Besuch eine große Bereicherung für unser Projekt war und wir uns freuen würden, wäre dergleichen häufiger möglich.