Lesung des Literarischen Cafés: Ich gestatte keinem, für mich zu sprechen.

Das Literarische Café der Gebrüder-Humboldt-Schule lud  am 27.1.2011 zu einer Lesung mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 und 10 ein und stellte unter dem Motto „Ich gestatte keinem, für mich zu sprechen“ eigene literarische Texte vor.

Literatur ist cool, Literatur kann süchtig machen, Gedichte, Erzählungen, Romane, Kurzgeschichten können Freunde fürs Leben sein. So wirbt das Literarische Café als traditionelles Projekt der Gebrüder-Humboldt-Schule. Literarische Cafés stehen in der Tradition europäischer Kaffeehäuser. Das waren Orte, Rückzugsgebiete, geistige und emotionale Reservate für Künstler aller Art. Hier konnte man ausruhen, abschalten, aber auch sprechen und künstlerisch produktiv tätig sein. Hier wurden Texte geschrieben, überarbeitet, verworfen, vorgelesen, kritisiert und diskutiert,

Wer Texte - Notizen, Songtexte, Wortcollagen, Romananfänge, Geschichten, Rapfragmente - in der Schublade hat und bisher zu schüchtern war, diese an die Öffentlichkeit zu bringen, kann dies im Literarischen Café der Gebrüder-Humboldt-Schule tun. Genau dies tun die Projektteilnehmer Nina Miskiewicz, Beeke Frenzel, Christina Büttner, Lena-Marie Lotz, Lena Albrecht, Annalena Schmidt, Jörn Boeger, Jonathan Gropp, Carmen Florica Renner und Veronika Schwermer seit August 2010. Unter der Anleitung von Uta Schipull und Peter Frank haben sich die Schülerinnen und Schüler im ersten Schulhalbjahr mit der genauen Beobachtung des Alltäglichen beschäftigt. Die Gedichte sind jedoch nicht entstanden, sie wurden gemacht! Schreiben ist immer auch Arbeit, Hand- und Kopfwerk, Scheitern und Weitermachen.                                  

Anhand konkreter Schreibübungen und unter Beachtung stilistischer Kriterien haben die Projektteilnehmer des Literarischen Cafés eigene Gedichte entworfen, verworfen, bearbeitet und überarbeitet.

Im Anschluss an die Lesung fand ein Werkstattgespräch statt, in dem die Schülerinnen und Schüler Auskunft über den Entstehungsprozess ihrer Gedichte gaben. Die Veranstaltung wurde musikalisch von Kai Nerger auf seiner Querflöte begleitet. Für die Technik war Florian Käckenhoff zuständig.