Feuer und Flamme für ein Jugendprojekt

Mit einer Feier beginnt für die Gesamtschule die Teilnahme am internationalen Jugendprogramm. Bereits 30 Schüler engagieren sich in vier Bereichen.

Während in Barmstedt bereits das zehnjährige Bestehen des internationalen Jugendprogramms im Kreis Pinneberg gefeiert wurde (wir berichteten), fällt an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Wedel gerade der Startschuss. Am Dienstag, 2. Dezember, wird die Schule offiziell mit der Teilnahme an dem Projekt beginnen. Im Rahmen einer Feier ab 19 Uhr wird den Jugendlichen das Record Book überreicht, mit dem sie ihre Leistungen dokumentieren.

Rund 30 Mädchen und Jugen nehmen an der IGS an dem Programm teil, dessen Ursprünge in die 1950er Jahre zurückreichen und das mittlerweile in 80 Ländern umgesetzt wird. "Das sind recht viele Teilnehmer gleich im ersten Jahr, und da sind wir auch stolz drauf", freut sich Schulleiter Antonius Soest über diese Resonanz. Und die Schüler, die in verschiedenen Bereichen Leistungen erbringen müssen, sind bereits gestartet. Sie haben Kontakte geknüpft, um etwa in sozialen Einrichtung zu arbeiten, mindestens ein halbes Jahr ihre Fitness zu trainieren, ein Talent zu entdecken und zu fördern und um eine Expedition mit Übernachtung zu organisieren und durchzuführen.

"Die Hoffnung ist natürlich, dass das Engagement über die drei beziehungsweise sechs Monate Pflichtzeit hinausgeht", so der Schulleiter. Er weiß, dass "zahlreiche Schüler bereits viel erfüllen", etwa Sport treiben oder Nachhilfe erteilen. Diese Dinge können sie sich nun in dem Record Book nachweisen lassen - und damit haben sie ein starkes Zeugnis in der Hand: "Damit können sie sich bewerben, es hat eine hohe Wertschätzung, auch im Ausland", sagte Soest.

Dass die Schüler durch die Aktivitäten in Stress geraten, befürchtet Soest nicht, im Gegenteil: "Ich beobachte das interessante Phänomen, dass diejenigen, die aktiv sind und ihre Stärken entdeckt haben, weniger über Zeitmangel klagen als die Schüler, die wenig unternehmen", berichtet er.

Der Schulleiter selbst hat sich zwei Jahre Zeit genommen, um die Teilnahme der IGS dingfest zu machen: "Damals hat mich der Pionier des Programms hier im Norden, Pitt Frauen angesprochen. Ich war Feuer und Flamme, doch zunächst fehlten die Ressourcen", berichtet Soest. Nun betreut er persönlich die Aktion und hofft, dass sie bei Wedeler Vereinen, Verbänden und Einrichtungen auf Akzeptanz stößt - damit sich die Record Books der Teilnehmer füllen.

von Uta Paulus