Comenius Fremdsprachenprojekte  

Im zweijährigen Rhythmus werden an der IGS Wedel Fremdsprachenprojekte durchgeführt. Im vorbereitenden Unterricht werden landeskundliche und sprachliche Schwerpunkte gesetzt. In unserem Fall wird Finnisch als Fremdsprache neu eingeführt. Englisch ist in der Regel die Arbeitssprache für beide Seiten. Für die Finnische Schülerinnen und Schüler ist Deutsch die Verkehrssprache.  

Im Schuljahr 2001/02 wurde zu dem Themenbereich „Natur und Umwelt“ ein mehrsprachiger Reader erstellt.  

Das Projektthema des letzten Projektes im Jahr 2004/05 hieß:  

„Wir sind zur Freiheit verdammt“  

Eine Projektbeschreibung:

Provozierend ist dieser existentialistische Satz. Verdammnis und Freiheit scheinen nicht zusammen zu gehen. Hier sind sie geradezu dogmatisch verknüpft.

Der Zusammenhang soll natürlich im philosophischen Kontext des Existenzialismus erschlossen werden. Er soll aber auch Denkansatz und Perspektive sein für die Untersuchung unterschiedlichster Lebensbereiche und auch politischer, wissenschaftlicher und künstlerischer Felder.

Zunächst einmal wird es aufschlussreich sein, wie Schüler unterschiedlicher Kultur, Tradition und Mentalität mit diesem philosophischen Paradigma im Hinblick auf ihre Lebenswelt umgehen. Das ist ein naturgemäß offener, assoziativer Austausch, der sich verschiedene Darstellungsformen suchen wird, von argumentierenden bis künsterlisch-literarischen.  

Wie sehr sind wir verdammt zur Freiheit auf politischem Feld? Ist die Globalisierung ein Feld, in dem wir noch Freiheit der Entscheidung haben oder in dem wir nur noch zum Mitmachen verdammt sind? Haben Solidarität und Mitmenschlichkeit noch eine Chance, können wir uns wirklich noch für sie entscheiden oder machen wir uns damit zu Trotteln, die nur noch Trugbildern der Vergangenheit schwärmen? Müssen wir Sieger in der Konkurrenz sein, um Achtung und Selbstachtung zu finden?

Auf naturwissenschaftlichem Feld stellt sich die Frage, ob wir angesichts der Genforschung und der Hirnforschung nicht viel determinierter sind, als wir glauben. Ergebnisse der dieser beiden Forschungsbereiche müssten betrachtet werden im Hinblick auf das existentialistische Paradigma.

Wenn eine literarisch-künstlerische Arbeitsgruppe, Texte, Bilder, Objekte produziert und das Thema so verarbeitet, wäre das ein sehr willkommener Akzent. Das hängt aber stark von Interesse und Begabung ab.

Wünschenswert wäre, wenn die Vielzahl der Ergebnisse in einer Präsentationsshow zusammen getragen würde.