Ein "Racing-Team" unter Segeln

Gebrüder-Humboldt-Gemeinschaftsschule: vom Segel-Projekt zur ambitionierten Sport-Crew

"Treibgut" heißt die Acht-Meter-Jolle der Gebrüder-Humboldt-Schule und tarnt mit dem harmlosen Namen ihre Schnelligkeit. Denn dass man mit dem Boot flott unterwegs sein kann, zeigen die Crews aus Schülerinnen und Schüler plus Eltern und Lehrern seit mittlerweile fünf Jahren. Bei den Wettfahrten im Rahmen des landesweiten Projektes "Schülersegeln Schleswig-Holstein" macht dem Wedeler Seebären-Nachwuchs so leicht keiner mehr was vor. Von Schulleiter Andreas Herwig gab es deshalb jetzt Dankes-Urkunden und anerkennende Worte für die erbrachten Leistungen der abgelaufenen Saison - und von den segelnden Schülern ihren neuen Plan: Jacob Clasen, Lisa-Marie Kallauch, Henrik Reinholdt, Lutz Liebertz, Dominik Hoppe, Niklas Häwecker, Lovis Jungbludt und Manuel Avé wollen als GHS-Racing-Team in den kommenden Saison bei Wettfahrten gegen Crews aus regulären Vereinen antreten. Ob Mittwochs-Regatten, Senatspreis oder Blaues Band - jetzt ist mit der "Treibgut" ein neuer Player im Rennen! Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich dabei nicht allein mit dem sportlichen Teil, sondern sind ebenso bei Bootspflege und Sponsoren-Suche aktiv.

Lehrer Peter Wessel, einen der Motoren der Segelaktivitäten, zaubert diese Entwicklung ein breites Lächeln ins Gesicht. "Es ist schön zu sehen, wie Schüler, die in der siebten Klassen mit dem Segeln begonnen haben, jetzt in der Oberstufe nicht allein so ambitioniert sind, sondern auch ihr Wissen wiederum den Jüngeren weitergeben." Rund 300 junge Menschen sind seit Projektbeginn mit der "Treibgut" unterwegs gewesen, die eine Dauerleihgabe einer Stiftung an die GHS ist. Maßgabe dabei: Segelsport und Seemannschaft sind zu fördern. Teamgeist entsteht übrigens ganz nebenbei gleich mit. Bislang haben zumeist Schülerinnen und Schüler der GHS das Boot genutzt. "Aber es steht auf Wunsch auch anderen den Schulen zur Verfügung. Wir haben sie auch bereits mehrfach eingeladen, es zu nutzen", so Wessel. Doch die Resonanz hielt sich in Grenzen - der Grund ist gewichtig: Es muss nämlich immer ein Skipper organisiert werden, der mit der entsprechenden Befähigung die Verantwortung trägt. (Jörg Frenzel/kommunikateam, 25.2.2015)

www.schuelersegeln-sh.de


Rasanter Trainings-Törn: die "Treibgut" vorm Strandbad.
Fotos: Frenzel/kommunikateam

Schulleiter Andreas Herwig (links) und Lehrer Peter Wessel (rechts)
mit einigen der im vorigen Jahr erfolgreichen Seglern