Große Belohnung für kleine Forscher -
Gebrüder-Humboldt-Schule erhält Schulpreis

[GHS Wedel] Von Blinden-Fahrrädern, Urzeitkrebsen und Laub-Kompostierung - 1000 Euro sind das Ergebnis für ein besonderes Engagement zur Förderung naturwissenschaftlich, mathematisch und technisch interessierter Schülerinnen und Schüler

Hurra, gewonnen! Die jungen GHS-Forscher und ihre Lehrmeister freuen sich über den Sonderpreis.
 

Es gibt viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die noch entdeckt und enträtselt werden müssen - seitdem Kinder der Gebrüder-Humboldt-Schule unter die (Jugend-)Forscher gingen, sind es ein paar weniger. 27 pfiffige Jungen und Mädchen aus den fünften und sechsten Klassen sowie einem Exzellenz-Kursus widmeten sich internsiver als andere wissenschaftlichen Projekten, nahmen damit an dem renommierten Wettbewerb "Jugend forscht" beziehungsweise "Schüler experimentieren" teil - und erhielten nun für Fleiß, Ausdauer und Qualität ihrer Arbeiten einen Sonderpreis in Höhe von 1000 Euro. "Als Würdigung ihres herausragenden Engagements ist die Gebrüder-Humboldt-Schule mit dem Schulpreis ausgezeichnet worden", teilte das Unternehmen CTS Gruppen- und Studienreisen mit, das diesen Preis gestiftet hat. Die Wedeler Schule wurde aus 78 Bewerbern ausgesucht.

Die Ehre wurde der GHS zu Teil zum einen, weil die Schule die Jugend-forscht-Arbeit langfristig angelegt und in den größeren Zusammenhang der Schulentwicklung gestellt hat. Und zum anderen wurde die Gemeinschaftsschule ausgewählt, weil sie nicht nur jenen Kindern Lernunterstützung gibt, die besondere Hilfe benötigen, sondern auch eine Differenzierung für die Begabten im naturwissenschaftlichen Bereich anbietet.

Das erledigen unter anderem die Lehrer Kathrin Neumann und Tobias Langer. Im naturwissenschaftlichen Profil motivieren sie die Kinder zu Arbeit an Projekten - und das fällt noch nicht einmal schwer, weil die Mini-Forscher schon von sich aus reichlich Wissensdurst am den Tag legen.

Per Erik zum Beispiel konstruierte aus Lego-Steinen ein Dreirad für Blinde - Farb- und Ultraschallsensoren geben Alarm, sobald das Gefährt den rechten Weg verlässt. Farben spielten auch bei den Forschungen von Jasper und Jonas eine Rolle, die ermittelten, welchen Einfluss rot, grün und gelb auf die Konzentrationsfähigkeit von Schülern ausüben. Blau schnitt übrigens am besten ab.

Papierflieger-Testpiloten: Fabian, Jan Philipp und Tom.

Lena und Carina fanden heraus, das fünf sechseckige Rotorblätter die Windkraft am effektivsten in eine Drehbewegung und damit letztendlich in Strom umsetzen, Hanna, Jule und Merle haben beobachtet, dass Urzeitkrebse sich umso wohler fühlen und schneller entwickeln, je mehr Wasser sie zum Spaddeln haben - und das ist mehr, als auf der Krebs-Packung angegeben. Celine, Martje und Annika testeten, inwieweit Äpfel in der Nähe von Erbsenpflanzen deren Wachstum beeinflussen - das tun sie nämlich, weil sie spezielle Gase ausscheiden.
 

Welches Wasser lässt Pflanzen am besten wachsen? Mineralwasser mit Kohlensäure!

 

Rene und Luis fanden heraus, dass Schwarzweiden-Blätter schneller kompostieren als Eiche und Spitzahorn. Felix, Tammo und Moritz können nach ihrem Experiment nun klar nachweisen, dass Wasser, und sei es noch so salzig, Kupfer als Werkstoff für Stromleitungen niemals ersetzen kann. Greta und Hanna dokumentierten die Haltbarkeit von Äpfeln in verschiedenen Umgebungen. Fabian, Jan Philipp und Tom widmeten sich der optimalen Form von Papierfliegern und Lea und Neele erforschten, welches Wasser Roggenpflanzen am besten wachsen lässt. Tatjana und Celina lüfteten das Geheimnis von Geheimtinte und die Kinder aus dem Enrichment-Kursus ließen Nahrungsmittel-Imitate von Konsumenten testen.

Schulleiter Antonius Soest ist hellauf begeistert: "Unsere Schule hat euch zu verdanken, dass sie den Preis bekommen hat. Lasst in eurem Forschergeist nicht nach!" (fr, 14.02.2012)